Kunst und Kultur für ein besseres Zusammenleben in Europa

Konzerte, Ausstellungen, Diskussionsrunden: Bozen vom 8.-11.11. Mittelpunkt eines europaweiten Kunst- und Kulturnetzwerks


Kunst und Kultur für ein besseres Zusammenleben in Europa

Szenen aus dem Südtiroler Alltag, gezeichnet auf die Wände des EURAC-Turms in Bozen; Konzerte mit Elektro-, Jazz- und Heimatklängen, gesungen, gespielt und aufgelegt von einheimischen und ausländischen Künstlern; Austausch zwischen Künstlern und Vertretern aus Wirtschaft und Politik – vom 8.11. bis 11.11.11 steht Bozen im Mittelpunkt eines kreativen europaweiten Netzwerks aus Künstlern und Kulturschaffenden. Anlass ist das von der EURAC mitgetragene Projekt „Generating Trust by means of culture in multi-ethnic environment”. Ziel des EU-Projekts ist es, mithilfe von Kunst und Kultur im Zusammenleben zwischen Minderheiten und Mehrheiten zu vermitteln.  

Er hat bereits im MoMA in New York seine Beobachtungen an die Wände gekritzelt. Unverkennbar in seinem Stil ist er für seine Wandzeichnungen auf der ganzen Welt bekannt. Ab dem 4. November wird der rumänische Künstler Dan Perjovschi in Südtirol „feldforschen“: Er beobachtet den Südtiroler Alltag, das soziale und kulturelle Zusammenleben der Menschen hierzulande, ihre Eigenheiten und Sonderbarkeiten. Seine Beobachtungen wird er mit der ihm eigenen Ironie in Bilder fassen und an die Wände des EURAC towers zeichnen.
Dies ist nur eine der Veranstaltungen, die zwischen dem 8. und 11. November in Bozen im Rahmen des EU-Projekts „Generating Trust by means of culture in multi-ethnic environment” stattfinden. Ziel dieses Programms ist es, das interethnische Zusammenleben mithilfe von Kunst und Kulturinitiativen zu verbessern. So stammen die beteiligten Künstler allesamt aus Gebieten, in denen Sprachminderheiten leben, darunter die armenisch-ungarische Gruppe „4 free Birds“, bestehend aus vier stimmgewaltigen Frauen, der ladinische Liedermacher Jean Ruaz, das armenisch-ungarische Geschwisterduo Wattican Punk Ballet oder der ungarische DJ Bergi – sie alle treten vom 8.-11.11. in Bozen auf.
Neben dem EURAC-Institut für Minderheitenrecht und der EURAC tower-Initiative „Wissen schaf(f)t Kunst“ sind die slowakische Stiftung Nadácia Palisády - Védcölöp (Bratislava/Preßburg), das Donau-Kulturschiff A38 (Budapest) und die rumänische Stiftung Tranzit (Cluj/Klausenburg) im Projekt vertreten. Ihr Anliegen ist es, Künstler und Kulturschaffende aus ganz Europa in einem Netzwerk zusammenzubringen und mit gemeinsamen Initiativen das Zusammenleben zwischen Minderheiten und Mehrheiten zu verbessern.


Termine:
- Dienstag, 08.11.11, 20 Uhr, EURAC tower - Vernissage: Dan Perjovschi (Rumänien)

        anschließend um 20.30 Uhr begegnet der Künstler in einer öffentlichen         Lecture dem Publikum im Seminarraum 2-3 an der EURAC
- Dienstag, 08.11.11, 21 Uhr, EURAC Foyer – Konzert: 4 free Birds (Ungarn/Armenien); Jean Ruaz und Emanuel Valentin (Südtirol)
- Freitag, 11.11.11, 11-12.30 Uhr, Altes Rathaus unter den Lauben, Bozen - Runder Tisch: „Supporting Arts and Culture“
- Freitag, 11.11.11, 22 Uhr, Halle 28 – Konzert/Clubbing: Wattican Punk Ballet (Armenien/Ungarn); DJ Bergi (Ungarn)


Sechs Journalisten aus Rumänien, Finnland, Slowenien und Litauen, die der MIDAS – Vereinigung der Tageszeitungen für Minderheiten in Europa angehören, begleiten die Veranstaltungen in Bozen und berichten anschließend darüber in ihren Stammzeitungen.

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