Kunst und Wissenschaft haben auf den ersten Blick nicht viel gemein. Die beiden Disziplinen arbeiten mit unterschiedlichen Sichtweisen und Sprachen. Die Kunst spricht insbesondere Intuition und Inspiration an, die Wissenschaft Vernunft und Präzision. Vertreter aus beiden Disziplinen treffen selten aufeinander. Als zu abgehoben und realitätsfremd empfinden viele Forscher die Künstler, als zu engstirnig und festgefahren viele Künstler die Forscher.
Genau diese Unterschiede nutzt das Südtiroler Forschungsinstitut EURAC in dem neuen Kommunikationsprojekt Wissen schaf(f)t Kunst.
Vertreter aus Kunst und Wissenschaft werden an einen Tisch geholt, um in einem wechselseitigen Dialog wissenschaftliche Inhalte aus der Sichtweise und in den Sprachen beider Disziplinen zu erarbeiten. In Wissen schaf(f)t Kunst reflektieren Künstler bewusst auch über den theoretischen Ansatz ihrer Arbeiten und Wissenschaftler über den kreativen. Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Themen in alternativer Form aufzubereiten, zu bearbeiten und zu visualisieren, um sie einem breiten Publikum von Fachleuten und Laien in neuer Form zu präsentieren. Als Stilmittel dienen unterschiedliche Ausdrucksformen der Gestaltung.
Die Ergebnisse des Dialogs zwischen Wissenschaft und Kunst werden in verschiedenen Veranstaltungen präsentiert wie etwa den EURAC science cafès, Ausstellungen und sonstigen Aktionen. Sämtliche Initiativen finden in den einmaligen Räumlichkeiten des EURAC towers sowie auf der Turmterrasse statt.