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Den markanten roten Turm des ehemaligen Ex-GIL-Gebäudes, heute EURAC, gibt es seit 1937. Er wurde zusammen mit dem angebauten Gebäudekomplex im Auftrag der Opera Nazionale Balilla zwischen 1934 und 1936 für die weibliche faschistische Jugend – kurz GIL (Gioventù Italiana del Littorio) erbaut. Der Turm und das Gebäude blieben über Jahre hinweg steinernes Denkmal der faschistischen Ära, an denen niemand rühren wollte, und so verrottete der Komplex allmählich. Er war Supermarkt, Kino, Tierheim und bot illegalen Einwanderern, Flüchtlingen und Heimatloses ein Dach überm Kopf.
Der Turm blieb auch nach den Umbauarbeiten, 1995 bis 2002, ungenutztes Wahrzeichen, diesmal der EURAC – Südtirols Forschungszentrum.

Mit der Initiative Wissen schaf(f)t Kunst  soll dem Turm erstmals eine Funktion zukommen. Das Stiegenhaus, die Flächen in den Zwischenstockwerken und die großzügige Sommerterrasse dienen als Ausstellungsflächen. Der Turm wird zur Dialogplattform. Im kleinen aber eleganten EURAC science cafè, im letzten Stock des Turms, auf der geräumigen Sommerterrasse und bei den Abendveranstaltungen können sich interessierte Laien mit Wissenschaftlern und Künstlern austauschen.

Geschichte
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