Welchen Ursprung hat das pompejische Rot der EURAC? Eine Antwort auf diese Frage wird der Architekt Oswald Zoeggeler, im Rahmen des EURAC science café geben. Sein Vortag behandelt das Thema Architektur und Faschismus in Südtirol und findet am Donnerstag, den 7. Juli 2005 um 20. Uhr im EURAC tower im Zuge der Ausstellung „Voci Stimmen" statt.
Für den Architekten Oswald Zoeggeler ist der historische Kontext des Ex-GIL Gebäudes der Grund um über die Charakteristiken der faschistischen Architektur besonders in Südtirol, aber auch in Italien zu sprechen. Das Gebäude in der Drususallee wurde in den 30er Jahren von den Paduaner Architekten Francesco Mansutti und Giuseppe Miozzo geplant. Das Haus sollte der Erziehung der weiblichen Jugend im faschistischen Geiste dienen. Das Ex-GIL Gebäude weist eine Mischung aus den beiden Hauptströmungen der damaligen Architektur auf: auf der einen Seite der Rationalismus mit den sachlich, klaren und einfachen Linien, auf der anderen Seite der opulente, monumentale Baustil, der die „Romanitá" betonte und die Bauwerke des römischen Imperiums zitierte.
Oswald Zoeggeler ist ein renommierter Bozner Architekt und gleichzeitig auch Autor von diversen Veröffentlichungen zum Thema Architektur und Faschismus. Dazu zählt auch Die Architektur für ein italienisches Bozen: 1922-1942 (1992).
Am Ende seines kurzen Vortrages in deutscher Sprache steht der Architekt für Fragen und sonstigen Meinungen für eine Diskussion zur Verfügung. Weiters haben die Besucher die Möglichkeit sich im EURAC science cafè bei einem Getränk zu erfrischen, mit Anderen zu plaudern und sich bei der Lektüre eines Buches im Library Corner zu entspannen.
Termin:
Donnerstag, 7 Juli 2005, 20:00 Uhr
EURAC tower, Drususallee, 1 – Bozen
Für weitere Informationen
Annelie Bortolotti, Tel. 0471 055031; e-mail: tower@eurac.edu
Photo gallery